Die 10 größten Irrtümer über die SCHUFA

Hätten Sie das gedacht: Nach einer repräsentativen Studie aus dem Jahr 2004 kennen 84% der Befragten die SCHUFA. Davon haben rund 98% das Unternehmen mit Banken, Finanzen oder Krediten in Verbindung gebracht.

Trotz des hohen Bekanntheitsgrads und der richtigen Einordnung gibt es eine Reihe von Irrtümern zum Thema SCHUFA. Lassen Sie uns doch ein paar Dinge einfach mal richtig stellen. Hier unsere “Hitliste”:

1. Die SCHUFA ist eine Behörde.

Die SCHUFA ist und war schon immer seit ihrer Gründung 1927 ein rein privatrechtliches Unternehmen. Heute firmiert sie in Form einer Aktiengesellschaft (AG). Anteilseigner der SCHUFA Holding AG sind Sparkassen, Banken sowie Versandhandels- und Telekommunikationsunternehmen.

2. Der Name SCHUFA hat was mit Schulden zu tun.

SCHUFA ist die Abkürzung für Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Es geht um Informationen, die nützen und schützen. Der Schutzgedanke hat zwei Aspekte: Unternehmen können sich vor hohen Geschäftsrisiken und Zahlungsausfällen schützen, bei Verbrauchern spielt der Schutz vor einer möglichen Überschuldung eine Rolle.

3. Die SCHUFA ist ein Schuldnerregister.

Viele Menschen nehmen an, dass die SCHUFA nur Informationen zu Personen speichert, die Kredite platzen ließen. Genau das Gegenteil trifft zu: Zu mehr als 90 Prozent der Personen sind ausschließlich positive Informationen gespeichert. Der größte Teil der insgesamt 440 Millionen Informationen zu 65 Millionen Personen sind also das Spiegelbild vertragsgerechter Geschäftsverläufe. So zum Beispiel: Auto finanziert, Kredit zuverlässig zurückgezahlt oder Waren auf Rechnung bestellt und pünktlich bezahlt.

4. Die SCHUFA kennt mein Einkommen und meine Vermögensverhältnisse.

Wir wissen weder, was Sie verdienen, noch was Sie an Vermögen angespart haben. Ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse kennt vielleicht Ihre Bank - wir nicht. Wir wissen auch nichts über Ihren Familienstand, Ihre Nationalität oder Ihren Beruf.

5. Einmal in der SCHUFA, immer in der SCHUFA.

Bis das der Tod uns scheidet? Das trifft nicht zu: Alle Angaben zu Vertragsverläufen oder aus öffentlichen Verzeichnissen werden - unter Berücksichtigung des Bundesdatenschutzgesetzes - nach einer bestimmten Zeit gelöscht. Nur die Angaben zur Person (Name, Vorname, Geburtsdatum etc.) werden auf Dauer aufbewahrt. .

6. Mein Banker sagt, die SCHUFA hat den Kredit abgelehnt.

Jedes Unternehmen entscheidet frei, mit wem es einen Vertrag abschließen möchte. Die SCHUFA trifft keine Kreditentscheidungen. Sie liefert der anfragenden Bank lediglich kreditrelevante Informationen und ggf. eine Einschätzung zum Vertragsverlauf. Darüber hinaus fließen in eine Kreditentscheidung in der Regel noch zahlreiche andere Informationen ein, die der SCHUFA gar nicht vorliegen: zum Beispiel zu Ihrem Einkommen oder Vermögen. Ein Kredit gebendes Unternehmen ist dazu verpflichtet, jede Anfrage sorgfältig zu prüfen. Manche Unternehmen verhalten sich dabei vorsichtiger als andere. Wir unterstützen Entscheidungen durch Informationen - wir treffen Sie aber nicht.

7. Mit der SCHUFA habe ich nichts zu tun.

Haben Sie sich nicht auch schon einmal gefragt, warum Sie heute im Versandhauskatalog Waren bestellen können, die Sie morgen schon erhalten und dann erst innerhalb von vierzehn Tagen bequem per Überweisung bezahlen müssen?

Fast alle modernen Käufe sind in gewisser Weise Kreditgeschäfte, die schnelle und zuverlässige Entscheidungen sowie Vertrauen zwischen den Geschäftspartnern erfordern. Genau dafür sorgt die SCHUFA mit ihren Leistungen. Sie vereinfacht und beschleunigt wirtschaftliche Entscheidungsprozesse mit Hilfe zielgerichteter und kreditrelevanter Informationen und führt so die Partner mit einem Höchstmaß an Sicherheit zusammen. Und davon profitieren alle: Verkäufer, Käufer und damit eben auch Sie.

8. Die SCHUFA prüft die Bonität von Bürgern.

Nein, wir prüfen nicht. Wir liefern lediglich kreditrelevante Informationen zur Unterstützung der Entscheidungen und auf Wunsch auch Prognosen zu Geschäftsverläufen. Die eigentliche Bewertung und Entscheidung liegt bei den Vertragspartnern.

9. Die SCHUFA gibt keine Informationen preis.

Wir glauben, dass wir wie kaum ein anderes Unternehmen Personen Einblick in die über sie gespeicherten Informationen geben. Im Internet können Sie nach einer Registrierung die Informationen zu Ihrer Person sogar online einsehen. Ein Maximum an Transparenz und Service! Sollten Sie noch nicht für den Zugang frei geschaltet sein, dann können Sie Ihre Auskunft online bestellen.

10. Wenn man eine Bonitätsauskunft einholt, verschlechtert das den Score.

Das trifft nicht zu. Wir wollen, dass Sie informiert sind, welche Informationen unsere Vertragspartner uns zu Ihrer Person gemeldet haben. Wenn Sie also eine SCHUFA-Auskunft einholen oder online Einblick nehmen, so hat dies keinerlei Einfluss auf Ihren Score.

 

 

www.schufa.de

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